Tagebuch
Terebinthia

    Tagebuch

  • 07. Oktober 2019

    Den Blick von oben nicht verlieren

    Jetzt haben wir euch an ein paar schönen Momenten und Ereignissen unseres Gemeinschaftslebens teilhaben lassen. Für all die Momente sind wir sehr dankbar. Aber natürlich gibt es im täglichen Zusammensein auch große Herausforderungen – wir teilen uns mit 10 Erwachsenen und 6 Kindern ein Haus (Tendenz steigend). Damit teilen wir auch Bauprojekte, Küche, Essgewohnheiten, Schlaf- und Wachrhythmus, persönliche Ereignisse, Aufgaben den Alltags, herausfordernde Eigenschaften. Von letzterem hat ja jeder Mensch bekanntlich genug. Wir haben Teil an dem Arbeitsalltag der Mitbewohner*innen, bekommen mit, wenn es Stress und wenn es Freudenmomente gibt. Jede*r von uns steckt in unterschiedlichen Stadien – Einer hat sich schon gemütlich in den eigenen vier Wänden eingerichtet, eine Andere fühlt sich nach Jahren noch immer im Übergangsstadium. Einer verbringt den Großteil seiner Zeit in externen Projekten, eine Andere lässt ihr Herzblut und ihre Zeit in das Gemeinschaftsprojekt fließen. Einer beschäftigt sich gedanklich mit einer gesunden Erziehung seiner Kinder, eine Andere ist gerade im Begriff, ihre berufliche Perspektive zu erneuern und zu finden. Die Liste könnte weitergehen. Wie vermutlich in jeder Gruppe, so beschäftigt auch uns die Balance zwischen Individuum und Gruppe. Und die ist gar nicht so leicht zu finden. Hier treffen viele Erwartungen aufeinander – und jeder Mensch nimmt diese unterschiedlich wahr. Irgendwo zwischen “Ich-fühle-mich-für-alles-verantwortlich” und “Ich-mache-voll-mein-eigenes-Ding” pendeln wir uns alle ein. Und genau hier entsteht Reibung. Gerade sind wir auf dem Weg, diese Dynamiken aufzudecken, ehrlich voreinander zu sein – wo ist Frust entstanden, wo habe ich das Gefühl, Erwartungen nicht erfüllen zu können?

    Wir stellen fest, dass die Auseinandersetzung mit solchen Themen ebenso herausfordernd wie bereichernd sein kann. Am Ende kommen wir zur Erkenntnis – voreinander offen und ehrlich zu sein bringt uns innerlich (wieder) näher aneinander. Wir schätzen die Gnade Gottes und den Schatz der Versöhnung wenn es darum geht aufeinander zuzugehen und Kompromisse zu finden.

  • 17. September 2019

    Feste feiern, wie sie fallen

    Hinter uns liegt ein Sommer voller Feste, Gäste, schöner Begegnungen, heißer Sonne, Bauvorhaben- und Umsetzungen sowie wunderbaren Erfrischungen.
    Zum Beispiel war da unser Sommer-Geburtstagsfest. Feierlichkeiten kann man planen – Glücksmomente passieren dann aber als Geschenk, um es mal in Kitsch-Kalender-Sprache auszudrücken. Jedenfalls haben uns verschiedenste Bands zwischen Stoner-Punk über Jazz bis zu Singer-Songwriter-Klängen ein vielfältiges Programm geboten. Es gab einen Crêpes-Stand (vielen Dank an die fleißigen Sammy-Eltern), ein Glücks(schnaps)rad und verschiedenste Angebote für groß und klein.
    Wir haben es sehr genossen, unseren Hof für so viele Menschen zu öffnen und mal ganz intensiv das zu tun, was wir hier eigentlich auf dem Herzen haben – Begegegnungen schaffen.
    Denn wo lässt es sich besser über die Herausforderungen und Errungenschaften des Lebens philosphieren als mit einem Kaltgetränk in der Hand bei einem abendlichen Lagerfeuer? Gerade fallen mir darauf wenige Antworten ein. Aber wer weiß, was das Jahr noch so bringt. ;)
    Habt einen schönen Start in den Herbst und meldet euch gern, wenn ihr vorbeikommen möchtet um für eine Zeit bei uns zu sein!

  • 11. September 2019

    Sommer, Sonne, Kartoffeln und kleine Untermieter

    Der Spätsommer zeigt sich heute zwar mit warmen 25 Grad, trotzdem verlagert sich unser Alltag Mitte September so langsam wieder mehr nach drinnen. Bald werden die 4 Walnussbäume ihre Blätter verfärben und fallen lassen. Die Ernte wird uns viele leckere Nüsse bringen und wir teilen gern. Also wer mag kann gerne vorbeikommen und sich ein paar Körbe sammeln.

    Wir blicken zurück auf einen Sommer mit Urlaub und Festivals, Gästen und Bauprojekten, Ernte und jede Menge Fürsorge für unsere 20 Haustiere, die Hühner.

    Sie hatten sich durch die sehr heißen Sommertage einige Parasiten eingefangen und wir waren beschäftigt diese wieder loszuwerden, da sie die Hühner schwächten und auch gelegentlich auf uns rüberkrabbelten. Das war nervig und sehr arbeitsintensiv. Viel sauber machen, viel Wäsche waschen, Stall kalken, das Federkleid der Hühner behandeln, wieder sauber machen und so weiter. 2 Hühner haben es nicht geschafft. Da wir im Frühjahr 2 fleißige Glucken hatten die uns 9 Küken ausbrühteten, haben wir nun trotzdem 20 an der Zahl.
    Wir scheinen das Problem nun im Griff zu haben und hoffen auf eine laaaange parasitenfreie Zeit.
    In unserem Garten den wir immer mehr versuchen in Permakultur zu bearbeiten, konnten wir einige feine Sachen ernten. Das bedeutete natürlich viel gießen, aber trotz der Trockenheit haben wir u.a. ein paar Kisten Kartoffeln, Gurken, viele Tomaten, Bohnen und Zucchini geerntet. Für diese leckeren Sachen sind wir dankbar! Einige Gemüse ernten wir natürlich zur Zeit auch weiterhin und somit brauchen wir viel weniger aus dem Supermarkt. Juhuu!

    Über den Sommer hat sich unsere Gemeinschaft um 2 Freunde erweitert. Sie wohnen nun zeitweise in Bauwagen und Jurte.

    Im Haus lief trotz Sommer und Urlaub der Wohnungsausbau Stück für Stück weiter und bis zum Winter wollen wir noch manches Projekt abschließen. Unsere Werkstätten, im Schuppen, die wir seit Einzug genutzt haben, entrümpeln wir zur Zeit und bauen sie weiter aus. Wir merken, dass uns da etwas mehr Struktur hilft und die Möglichkeit bietet, diese auch mehr und mehr für Leute aus dem Dorf zu öffnen.

    Einen farbenfrohen Spätsommer euch allen!

  • 15. Juli 2019

    Sommer-Bauwoche

    Eine wunderbare Bauchwoche geht zu Ende.
    Es wurden Löcher in Decken gehämmert, Wände gestellt, Dielen verlegt, Wände gekalkt, Balken geschliffen, Türen lackiert, Essen gezaubert, Dinge geplant, Fehler gemacht und wiedergutgemacht, am Lagerfeuer gequatscht, Kirschen entkernt, Kinderzeit verbracht. All das war möglich, weil viele liebe Menschen sich Zeit genommen haben um ihre Kraft in die anstehenden Projekte bei uns zu stecken.

    DANKE
    für jede helfende Hand,
    jedes gute Gespräch,
    jedes offene Ohr,
    jede Perle Schweiß,
    für die gemeinsame Zeit!

    Wir haben mehr geschafft, als wir uns erträumt haben!
    Und dennoch gehen die Projekte natürlich weiter. Wir freuen uns also immer wieder über Gäste die anpacken möchten – genauso aber auch über Gäste, die einfach nur das hier-sein genießen wollen!

  • 04. Juli 2019

    Schraube, Liebe, Hoffnung

    Bei uns gab es in letzter Zeit einiges zu feiern - neben Geburtstagen und dem Leben an sich wurden wir von der evangelischen Kirche nun offiziell als "Erprobungsraum" ernannt. Yeah!

    Was das ist? Hier mal eine kleine Erklärung von der EKM:
    "Erprobungsräume erproben neue Formen von Kirche im säkularen Kontext. Sie lassen sich noch stärker auf ihr Umfeld - besondere Orte, Menschengruppen, Herausforderungen - ein, als es herkömmlichen Gemeinden manchmal möglich ist. Sie leben bewusst Kirche mit anderen. Deswegen sehen sie oft ganz anders aus. Ein Erprobungsraum ist ein Raum zum Ausprobieren, Fehler machen, Lernen."
    Mehr Infos dazu findet ihr auf: Erprobungsraeume-ekm.de.

    Wir sprühen von Ideen und Träumen und sind gespannt was sich aus unserem Projekt "Schraube, Liebe, Hoffnung" auf unserem Hof entwickeln wird. Der Prozess zur Fertigstellung des Antrags hat uns jedenfalls schon weitergebracht in der Frage, wie wir hier konkret Handeln und Sein wollen - ein Begegnungsort für jung und alt, für Landeier und Stadtflüchtende, für Menschen die Energie einbringen und solche die Ruhe zum Auftanken brauchen,... Damit lässt sich unser Grobziel ganz gut beschreiben.

    Wir halten euch auf dem Laufenden!
    Bis dahin - habt eine schöne Sommerzeit!

    https://www.erprobungsraeume-ekm.de/erprobungsraeume/schraube-liebe-hoffnung-pehritzsch.html

  • 24. Juni 2019

    Himmels-Zelt auf dem Willo Freak

    Es ist nun schon ein paar Wochen her, aber wir möchten trotzdem nicht versäumen von unserem kleinen Gemeinschaftsprojekt auf dem Willo Freak zu berichten. Das Willo Freak ist eine 4tägige Veranstaltung der Jesus Freaks – eine Zeit des Zusammenkommens, des Austauschs, des Gebets und des Feierns im schönen Thüringer Wald.
    Am Rande des Zelt-und Hüttenlagers haben wir ein “Himmels-Zelt” aufgebaut und unser Morgen- und Abendgebet mit allen Interessierten durchgeführt. Außerdem haben wir einen Meditationsspaziergang errichtet – von Texten zum Grübeln und Nachdenken bis zur Hängematte zum Vogelgezwitscher—Gelausche und Bach-Rauschen war alles dabei.
    Es war eine bereichernde und schöne Zeit für uns alle! Für schöne Begegnungen mit Menschen und mit Gott, für die Sonne und nicht zuletzt “für Limo und Bier danken wir”!

  • Mai 2019

    hier in Pehritzsch

    Es geht weiter auf unserer Webseite.
    Genauso wie auf unserem Hof und in unserer Gemeinschaft.
    Das heißt nicht, dass wir pausiert haben :)
    Bei uns ist meistens viel Leben. Deshalb wird die Seite auch nur dann und wann bereichert. Aber viele von euch kommen ja sowieso immer mal persönlich auf Besuch vorbei.
    Bei 'Dabei sein' gibt's 2 neue Einträge.

    Bis demnächst...

  • Januar 2019

    Nachdem wir den schönen Pfarrhof in Pehritzsch seit zwei Jahren mit Leben füllen soll dies nun endlich auch für unsere Internetseite zutreffen.
    Ein neues Jahr liegt vor uns:
    wir möchten es uns in und ums Haus weiter schön machen, neue Projekte angehen und wir werden uns auch nochmal vergrößern.
    2019 Olé!